Projektvorschlag: Bahnhof & Bahnhofplatz St.Gallen
von sanktgallen am 30.09.2011 13:31
Der Bahnhofplatz und die öffentlichen Bereiche des Bahnhofs sollen neu gestaltet und für das Publikum attraktiver und komfortabler organisiert werden. Für die Stadt hat der Stadtrat grünes Licht für die vorliegende Lösung gegeben – zuhanden der nun folgenden Dialogphase. Was meinen Sie zum Projektvorschlag?
Seglias Roger
30.09.2011 15:47
Zur Zeit vermisse ich im wesentlichen eine graphische Darstellung, eventuell in Form einer unverbindlichen Skizze.
Des weiteren möchte ich noch anmerken: die heute viel zu schmalen Busperrons haben mir schon öfters zu denken gegeben und ich stellte mir die Frage, wie die vorhandenen Bushalteplätze besser verteilt werden könten.

Der Platz, an dem sich das alte Rathaus befand, bildet zusammen mit der Bahnhofsfront ein doch ziemlich grosses Dreieck mit Strassen nach mindestens drei Seiten - dies könnte man ausnützen, indem man die Busse entlang der Seiten dieses Dreiecks anordnet, wobei das Dreieck selbst von der Haltestelle der Appenzellerbahnen gequert werden könnte.
Das Dreieck selbst könnte auf der Seite zwischen Post- und Bahnhofsgebäude verlängert werden und die hiesige Ausfahrt zwischen Bahnhof und Nebenbahnhof geführt werden.
Dies würde es auch erlauben, die Strasse zwischen Post und Hotel Metropol vom Verkehr zu befreien - die riesigen Passantenströme an dieser Stelle schreien geradezu danach.
Kommentar hinzufügen
Moderator
30.09.2011 15:56
Seglias Roger schrieb am 30.09.2011 15:47
Zur Zeit vermisse ich im wesentlichen eine graphische Darstellung, eventuell in Form einer unverbindlichen Skizze.
Des weiteren möchte ich noch anmerken: die heute viel zu schmalen Busperrons haben mir schon öfters zu denken gegeben und ich stellte mir die Frage, wie die vorhandenen Bushalteplätze besser verteilt werden könten.

Der Platz, an dem sich das alte Rathaus befand, bildet zusammen mit der Bahnhofsfront ein doch ziemlich grosses Dreieck mit Strassen nach mindestens drei Seiten - dies könnte man ausnützen, indem man die Busse entlang der Seiten dieses Dreiecks anordnet, wobei das Dreieck selbst von der Haltestelle der Appenzellerbahnen gequert werden könnte.
Das Dreieck selbst könnte auf der Seite zwischen Post- und Bahnhofsgebäude verlängert werden und die hiesige Ausfahrt zwischen Bahnhof und Nebenbahnhof geführt werden.
Dies würde es auch erlauben, die Strasse zwischen Post und Hotel Metropol vom Verkehr zu befreien - die riesigen Passantenströme an dieser Stelle schreien geradezu danach.
Visualisierungen finden Sie auf Flickr unter http://bit.ly/n64DQn. Weitere Informationen und Pläne finden Sie zudem unter http://bit.ly/pJlW7F.
Kommentar hinzufügen
Seglias Roger
30.09.2011 16:59
Vielen Dank für die beiden links zu den Visualisierungen.

Nichts für ungut, aber auf mich machen diese den Eindruck, dass sich nichts wesentliches ändern würde, ausser dass die Wege für jene Passanten, die hier zwischen Bussen umsteigen müssen, länger werden. Des weiteren stört der geplante Kubus zwischen Rathaus und Bahnhofsgebäude für mein Empfinden die offene Kommunikation zwischen den Baustilen.

Was ich hier aber am meisten bemängeln muss: die vorgesehene Durchmesserlinie der Appenzellerbahnen ist nicht wirklich einbezogen - eine bessere Anbindung / Eingliederung derselben würde einen weiteren Umbau des Bahnhofplatzes erfordern. Und das ist der nicht mehr so rosigen Finanzaussichten wegen eher problematisch.
Kommentar hinzufügen
30.09.2011 17:39
Seglias Roger schrieb am 30.09.2011 15:47
Zur Zeit vermisse ich im wesentlichen eine graphische Darstellung, eventuell in Form einer unverbindlichen Skizze.
Des weiteren möchte ich noch anmerken: die heute viel zu schmalen Busperrons haben mir schon öfters zu denken gegeben und ich stellte mir die Frage, wie die vorhandenen Bushalteplätze besser verteilt werden könten.

Der Platz, an dem sich das alte Rathaus befand, bildet zusammen mit der Bahnhofsfront ein doch ziemlich grosses Dreieck mit Strassen nach mindestens drei Seiten - dies könnte man ausnützen, indem man die Busse entlang der Seiten dieses Dreiecks anordnet, wobei das Dreieck selbst von der Haltestelle der Appenzellerbahnen gequert werden könnte.
Das Dreieck selbst könnte auf der Seite zwischen Post- und Bahnhofsgebäude verlängert werden und die hiesige Ausfahrt zwischen Bahnhof und Nebenbahnhof geführt werden.
Dies würde es auch erlauben, die Strasse zwischen Post und Hotel Metropol vom Verkehr zu befreien - die riesigen Passantenströme an dieser Stelle schreien geradezu danach.
Die Strasse zwischen Post und Hotel Metropol wird ja in Zukunft verkehrsfrei sein und es werden dort auch Bäume platziert. Zuerst also bitte genau darüber Informieren, bevor bereits wieder kritisiert wird.
Kommentar hinzufügen
30.09.2011 17:50
Mit gefallen die Bilder und Pläne im Grosse und Ganzen. Die neuen Busperrons sind gut platziert und sind dem Anschein nach auch breiter als jetzt. Dass die Strasse zwischen Post und Metropol verkehrsfrei wird und zu einem kleinen Park wird, finde ich super! Auch der Glaskubus wirkt grosszügig und hell. So einen Treffpunkt wünsche ich mir schon lange.

Trotz diesen guten Punkten habe ich einige Bedenken betreffend Unterführungen:

  1. Rathaus Unterführung I: Sollte diese nicht doch verlängert werden? Die Anzahl Reisenden wird in den kommenden Jahren massiv zunehmen und es werden sich immer mehr Personen über den Platz begeben. Bestehen zumindest Möglichkeiten für eine nachträgliche Verlängerung?
  2. Rathaus Unterführung II: Auf den aktuellen Bildern sieht die Unterführung zwar deutlich einladender und schöner aus als die bestehende, doch im Vergleich zu anderen grösseren Schweizer Bahnhöfen wirkt sie für mich immer noch etwas klein und niedrig. Vielleicht liegt dies jedoch auch nur an den Visualisierungen. Was aber fehlt, sind digitale Anzeigen, welche bei jedem Aufgang die nächsten Züge des entsprechenden Perrons/Gleis anzeigen. Der Bodenbelag und die Beleuchtung wirken übrigens sehr einladend.
Ansonsten bin ich mit der neuen Platzgestaltung vollständig einverstanden. Ich hoffe, dass die SBB neben neuen Unterführungen auch in der Schalterhalle einige Änderungen vornehmen werden.
Kommentar hinzufügen
01.10.2011 23:54
Gemäss TeleOstschweiz ist der Bahnhofplatz in St. Gallen die grösste öV-Drehscheibe der Ostschweiz. Wahrscheinlich auch die grösste Personen-Drehscheibe der Ostschweiz.

Das meiste Geld, die die Bahnhofplatzbenutzenden versteuern, fällt kaum zu Gunsten der Stadt an.

Gaiserwald zB will nur noch Wohngemeinde sein und überlässt die teure Arbeitsplatzinfrastruktur gegenüber nur Schlafplatzinfrastruktur für ihre eigene Bevölkerung einfach ihrer grossen Nachbargemeinde.

Die tiefe Unternehmenssteuer fällt kaum mehr ins Gewicht beim Steueraufkommen. Zudem werden die guten steuerzahlenden Unternehmen wohl kaum ihren Steuersitz in der Steuerhölle Stadt St. Gallen einnehmen.

Wieso wird die Stadt wieder so massiv zur Kasse gebeten, während der Kanton und auch die umliegenden Kantone sich nicht oder kaum beteiligen.

Nur für die städtische Bevölkerung bietet der jetztige Bahnhofplatz mehr als genügend Infrastruktur.

Während Wohnquartierstrassen wie uva. die Tablatstrasse oder die Rehetobelstrasse problemlos für grösstenteils ausserkantonale Benutzer zur Kantonsstrasse umklassiert wird (mit entsprechenden externen Mehrkosten für die städtischen Anwohner), scheint das beim Bahnhofplatz nicht möglich. Beim Klosterplatz aber schon.

Der Bahnhofplatz sollte dem Kanton übergeben werden.

Ohne prosperierende Stadt St. Gallen keine prosperierende Ostschweiz.

Es ist nicht die alleinige Aufgabe der Stadt, den Föderalismus und Steuerwettbewerb in der ganzen Region am leben zu erhalten.
Kommentar hinzufügen
Moderator
04.10.2011 09:10
carlo schrieb am 01.10.2011 23:54
Gemäss TeleOstschweiz ist der Bahnhofplatz in St. Gallen die grösste öV-Drehscheibe der Ostschweiz. Wahrscheinlich auch die grösste Personen-Drehscheibe der Ostschweiz.

Das meiste Geld, die die Bahnhofplatzbenutzenden versteuern, fällt kaum zu Gunsten der Stadt an.

Gaiserwald zB will nur noch Wohngemeinde sein und überlässt die teure Arbeitsplatzinfrastruktur gegenüber nur Schlafplatzinfrastruktur für ihre eigene Bevölkerung einfach ihrer grossen Nachbargemeinde.

Die tiefe Unternehmenssteuer fällt kaum mehr ins Gewicht beim Steueraufkommen. Zudem werden die guten steuerzahlenden Unternehmen wohl kaum ihren Steuersitz in der Steuerhölle Stadt St. Gallen einnehmen.

Wieso wird die Stadt wieder so massiv zur Kasse gebeten, während der Kanton und auch die umliegenden Kantone sich nicht oder kaum beteiligen.

Nur für die städtische Bevölkerung bietet der jetztige Bahnhofplatz mehr als genügend Infrastruktur.

Während Wohnquartierstrassen wie uva. die Tablatstrasse oder die Rehetobelstrasse problemlos für grösstenteils ausserkantonale Benutzer zur Kantonsstrasse umklassiert wird (mit entsprechenden externen Mehrkosten für die städtischen Anwohner), scheint das beim Bahnhofplatz nicht möglich. Beim Klosterplatz aber schon.

Der Bahnhofplatz sollte dem Kanton übergeben werden.

Ohne prosperierende Stadt St. Gallen keine prosperierende Ostschweiz.

Es ist nicht die alleinige Aufgabe der Stadt, den Föderalismus und Steuerwettbewerb in der ganzen Region am leben zu erhalten.
Wenn eine Stadt im Standortwettbewerb mithalten will, dann ist sie auf einen gut funktionierenden öV im örtlichen, regionalen und überregionalen Bereich angewiesen. Dies ist ein wichtiges Argument für wertschöpfungsintensive Unternehmen. Gerade in letzter Zeit ist es auch aus diesem Grund gelungen, attraktive Arbeitsplätze nach St.Gallen zu ziehen.

Mit den Unternehmen kommen aber auch gute Fachkräfte nach St.Gallen. Die kürzlich von der Stadt erstellte Wanderungsstudie hat gezeigt, dass der Arbeitsplatz der wichtigste Grund ist, um nach St.Gallen zu ziehen. Die Stadt konnte damit wachsen und Steuersubstrat dazugewinnen. So war es möglich den Steuerfuss für Private in den letzten Jahren, trotz Investitionen um 15 Steuerprozente zu senken.

Der Unternehmenssteuerfuss dagegen wird vom Kanton festgesetzt. Gesamtschweizerisch ist der Kanton bei der Unternehmensbesteuerung gut positioniert. Damit nun die Stadt nicht alle Leistungen als Zentrum allein tragen muss beteiligt, sich der Kanton über den Finanzausgleich mit etwa SFr. 16 Mio. an diesen Leistungen. Weiter leistet er wesentliche Beträge an Kulturinstitutionen. Er tut dies im Wissen, dass die Stadt der wesentliche Motor der wirtschaftlichen Entwicklung ist. Die Stadt ihrerseits hat ihre Verantwortung als Zentrumstadt wahrzunehmen, indem sie gute Voraussetzungen für die Entwicklung der Ostschweiz schafft. Der neue Bahnhofplatz ist eine solche Voraussetzung.
Kommentar hinzufügen
Moderator
05.10.2011 09:07
Seglias Roger schrieb am 30.09.2011 15:47
Zur Zeit vermisse ich im wesentlichen eine graphische Darstellung, eventuell in Form einer unverbindlichen Skizze.
Des weiteren möchte ich noch anmerken: die heute viel zu schmalen Busperrons haben mir schon öfters zu denken gegeben und ich stellte mir die Frage, wie die vorhandenen Bushalteplätze besser verteilt werden könten.

Der Platz, an dem sich das alte Rathaus befand, bildet zusammen mit der Bahnhofsfront ein doch ziemlich grosses Dreieck mit Strassen nach mindestens drei Seiten - dies könnte man ausnützen, indem man die Busse entlang der Seiten dieses Dreiecks anordnet, wobei das Dreieck selbst von der Haltestelle der Appenzellerbahnen gequert werden könnte.
Das Dreieck selbst könnte auf der Seite zwischen Post- und Bahnhofsgebäude verlängert werden und die hiesige Ausfahrt zwischen Bahnhof und Nebenbahnhof geführt werden.
Dies würde es auch erlauben, die Strasse zwischen Post und Hotel Metropol vom Verkehr zu befreien - die riesigen Passantenströme an dieser Stelle schreien geradezu danach.
Ergänzung:
Das Mittelperron wird mit 6.70 Meter bedeutend breiter als die Perrons heute.
Kommentar hinzufügen
gertrud stein
07.10.2011 17:27
Wie wäre es mit einer professionellen Öffentlichkeitsarbeit statt schönen Visualisierungen, die anscheinend verwirrend sind und auch nicht viel mehr aussagen, als das die Welt auch in Zukunft noch in Ordnung ist. Zum Beispiel:

1) Der Gesamtstadtrat und vor allem der Stadtpräsident sollen jetzt in Erscheinung treten.

2) Keine Präsentationen von Fachleuten, sondern von der Politik.

3) Keine Visualisierungen mit heilen Weltbildern, sondern aussagekräftige Plandarstellungen.

4) Keine Medienkonferenzen mit der Botschaft "wir wissen noch nicht, was das alles kosten wird" . Ein konsolidiertes Auftreten von Stadt, Post und SBB ist gefragt.

5) Elisabeth Beéry in Ehren, aber nach dem Marktplatz-Debakel, sollte Thomas Scheitlin auch mal auf die Bühne (Kollegialitätsprinzip).
Kommentar hinzufügen
Maegge
08.10.2011 13:24
Projektvorschlag hin oder her. Auch dieses Projekt wird am Schluss von einer Koalition der Wutbürger unter Führung von Hansueli Stettler und den Bürgerlichen die "es der roten Kuh in der Bauverwaltung" wieder mal zeigen wollen gebodigt werden. Wetten?
Kommentar hinzufügen
Upload Teaser
Haben Sie einen Event geplant oder interessante Fotos oder Videos die Sie hier veröffentlichen wollen? Möchten Sie sich im Forum mit anderen Menschen über St.Gallen austauschen? Registrieren Sie sich und nehmen Sie aktiv an MySG teil!
Share
Sind Sie auf Facebook oder Twitter? Benutzen Sie folgende Buttons, um die aktuelle Seite dort bekannt zu geben
Link auf die aktuelle Seite
Bewertung
Seite melden